Wenn ihr uns hier in Mexiko besucht, stellt sich schnell die Frage nach dem richtigen Sonnenschutz. Die Sonne ist hier deutlich stärker als in Europa – deshalb haben wir für euch die wichtigsten Informationen zusammengestellt, damit ihr euren Urlaub sicher, entspannt und gut geschützt genießen könnt.
Mexiko liegt deutlich näher am Äquator als Mitteleuropa. Dadurch treffen die Sonnenstrahlen steiler auf die Erde und verlieren weniger ihrer Intensität in der
Atmosphäre. Die UV-Strahlung ist hier extrem hoch – selbst morgens, bei bewölktem Himmel oder im Schatten.
Mit der Sonne bei Euch zu Hause ist das absolut nicht vergleichbar. Sonnenbrand entsteht hier oft viel schneller, als man denkt.
Wichtig: Auch im Schatten kann man sich in Mexiko stark verbrennen, da UV-Strahlen vom Sand, vom Wasser und von hellen Flächen reflektiert werden.
Da eure Haut meist gar nicht an diese intensive Sonne gewöhnt ist, empfehlen wir grundsätzlich Lichtschutzfaktor 50 oder mehr. Noch besser – und deutlich umweltfreundlicher – sind UV-Shirts mit integriertem Sonnenschutz. Sie schützen zuverlässig, auch bei längeren Aufenthalten im Wasser (z. B. beim Schnorcheln), müssen nicht ständig nachgecremt werden und sind besonders für Kinder ideal. Vor Ort bekommt ihr UV-Shirts in fast allen größeren Supermärkten wie WalMart oder Chedraui zu günstigen Preisen und in vielen Farben und Größen oder auch bei uns auf Tour.
UV-Kleidung bietet viele Vorteile:
dauerhafter Schutz, auch im Wasser
kein Nachcremen nötig
deutlich weniger Umweltbelastung
ideal für Kinder, Bootstouren und lange Badestopps
Sonnencreme sollte daher eher als Ergänzung für unbedeckte Hautstellen genutzt werden.
Sonnencreme braucht Zeit, um zu wirken. Bitte cremt euch mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde vor dem Baden ein – idealerweise schon morgens vor der Tour oder dem Gang an den Strand oder Pool. Wird man direkt nach dem Eincremen nass, löst sich der Schutzfilm sofort wieder von der Haut. Der Schutz ist weg – und die Creme landet im Meer. Aus diesem Grund ist es auf Bootstouren in Naturschutzgebieten nicht erlaubt, sich kurz vor dem Schwimmen einzucremen – unabhängig davon, welche Creme verwendet wird. In Cenoten ist das Eincremen grundsätzlich verboten. Vor dem Baden muss man sich sogar abduschen, da diese Höhlen häufig als Süß- und Trinkwasserspeicher genutzt werden.
In vielen Naturparks sind herkömmliche Sonnencremes verboten und werden am Eingang eingesammelt. Der Grund ist einfach und wichtig:
Herkömmliche Sonnencremes enthalten Chemikalien, die Korallenriffe schädigen, Meeresbewohner beeinträchtigen und ganze Ökosysteme zerstören. Jährlich gelangen schätzungsweise rund 6.000 Tonnen Sonnencreme ins Meer. Diese Stoffe tragen unter anderem zur Korallenbleiche bei, da sie sich im Wasser lösen und sich auf Korallen ablagern. Die Folgen sind weltweit sichtbar: sterbende Riffe, sinkende Fischbestände und massive Umweltbelastung.
Nur wenn ausdrücklich „biologisch abbaubar“ oder „riff-freundlich“ auf dem Produkt steht, ist es auch umweltverträglich.
„Vegan“ bedeutet nicht automatisch umweltfreundlich.
Mineralische Cremes sind nur dann geeignet, wenn sie nano-frei sind.
Folgende Inhaltsstoffe sollten nicht enthalten sein: PABA, Octinoxate, Oxybenzone, 4-Methylbenzylidene Camphor, Butylparaben
Achtet auf die Bezeichnung biodegradable sunscreen.
Umweltfreundliche Sonnencreme könnt ihr auch direkt bei uns vor Ort in den Supermärkten erwerben.
Kinderhaut ist extrem empfindlich. Wir empfehlen daher:
Sonnenhut oder Kappe (Kopfbedeckung ist Pflicht)
Sonnenbrille mit UV-Schutz
UV-Shirt und idealerweise auch UV-Hose
Sonnencreme LSF 50 für unbedeckte Stellen
Regelmäßige Schattenpausen
Für Kinder gilt ganz besonders: UV-Kleidung ist besser als häufiges Eincremen.
Durch Hitze und Sonne verliert der Körper schnell Flüssigkeit. Bitte trinkt ausreichend Wasser – und nicht nur Cocktails oder Bier. Das schützt vor Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen und Sonnenstich.
Biologisch abbaubare Produkte nutzen
Kopfbedeckung tragen
Lieber UV-Shirts statt ständig Sonnencreme
Vielen Dank, dass ihr mit eurem Verhalten dazu beitragt, unsere Natur, das Meer und seine Bewohner zu schützen – damit dieses Paradies auch für kommende Generationen erhalten bleibt.
