Obst &  Gemüse

Pitaya - die Drachenfrucht

Wenn Saison ist, sieht man sie fast überall in der Riviera Maya. In jedem Supermarkt und bei den Händlern auf der Straße - die Drachenfrucht oder Pitaya (manchmal auch Pitahaya). In Deutschland sind diese Früchte aufgrund ihrer Herkunft aus Sri Lanke, Thailand, Vietnam oder Mittelamerika sehr teuer. Wenn Ihr in Mexiko seid und die Chance habt, dann solltet Ihr diese Frucht unbedingt probieren! Die Pitaya hier vor Ort kommt aus dem Süden Mexikos. Sie heißt Drachenfrucht oder auch Dragonfruit, weil die großen Schuppen auf der Außenseite der Schale aussehen wie die Flügel eines Drachen. Das Fruchtfleisch enthält viele kleine, schwarze Samen. Ihr Aroma geht bei Erhitzung verloren. Die roten Pitayas haben entweder ein weißes oder rotes Fruchtfleisch. Der Geschmack der rotfleischigen Frucht ist intensiver als der der weißfleischigen. Die reife Drachenfrucht hat eine in kräftigem pink gefärbte Schale, die bei leichtem Druck mit dem Finger nachgibt. Man kann die Schale einer ausgereiften Frucht leicht abziehen, sodass man dann das Fruchtfleisch in Würfel schneiden und z.B. in einen Obstsalat geben oder zu Eis gefrieren kann. 


Rambutan - Litschi oder was?

Auch diese Frucht ist oft auf den Straßen Mexikos bei den kleinen Händlern oder auch manchmal im Supermarkt zu finden. Ob im Obstsalat, als Eis oder in Cocktails, die Rambutan ist speziell in Sachen Desserts eine schöne exotische Komponente. Durch ihren nicht zu süßen, leicht säuerlichen Geschmack eignet sich die falsche Litschi auch perfekt zu tropischen und exotischen Fisch-, Fleisch- und Reisgerichten. Die Rambutan ähnelt im Geschmack und Aussehen ein wenig der Litschi und wird deshalb auch haarige oder falsche Litschi genannt. Sie hat aber auch irgendwie etwas von einer Klette wegen ihrer vielen Stacheln. Die Rambutan ist so groß wie eine Pflaume oder Kastanie.


Limonen, Limetten & Zitronen

Limonen, Limetten, Zitronen? Diese Frage hat sich sicher jeder schon einmal gestellt. Fakt ist: Zitronen, Limonen und Limetten gehören zur Familie der Zitruspflanzen. Alle Früchte haben ihren Ursprung in den Tropen und Subtropen Südostasiens. Alle werden als Zitrusfrüchte bezeichnet und gelten als Sonderform der - man glaubt es kaum - Beeren.

 

Die Limonen zeichnen sich durch ihre gelbe Schale und den sehr sauren Geschmack aus. Eine Limone ist im reifen Zustand sonnengelb, eine Limette hingegen leuchtend grün. Eine Limone hat einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt. Limette bedeutet kleine Limone. Die Limetten haben eine grünliche Schale. Ihre Reifezeit ist erheblich kürzer als die der Limone. Da die Limetten aber deutlich aromatischer im Geschmack sind als die Limone, wird sie auch häufiger für die Zubereitung von Cocktails genutzt. Der Saftgehalt der Limette ist ungefähr doppelt so hoch wie die einer Limone. In Mexiko isst und trinkt man extrem viele Limetten. Hier heißen sie allerdings Limonen :-) Man nimmt die Früchte zu fast jedem Essen. Zu Tortillas, Fisch, Fleisch und ganz besonders lecker uns fast überall auf dem Tisch - die Limonada. Presst Euch 6 Limetten aus und mixt den Saft mit Mineralwasser oder natürlichem Wasser. Dazu brauner Zucker und Eiswürfel - fertig ist das Mexiko-Feeling :-)


Sandia - die Wassermelone

Die Wassermelone heißt in Mexiko "Sandia". Sie hält, was Ihr Name verspricht: Wassermelonen bestehen zu über 90% aus Wasser und eignen sich daher sogar als Durstlöscher. Weil sie dazu nur wenige Kalorien aufweist, dürfen auch Abnehmwillige zugreifen. An Vitaminen enthält die Wassermelone zum Beispiel Vitamin C und Provitamin A. Das Carotinoid Lycopin sorgt für die rötliche Färbung. Die Wassermelone gehört, genau wie Gurke und Zucchini, zu den Kürbisgewächsen. Sie ist also strenggenommen ein Gemüse, kein Obst. Das Fruchtfleisch der hier erhältlichen Wassermelonen ist meist rot. Es gibt viele verschiedene Sorten von Wassermelonen. Inzwischen werden auch kernlose Sorten gezüchtet. Die Frische der Wassermelone verführt dazu, sie roh zu essen. Im Obstsalat oder Müsli schmeckt sie ebenfalls sehr gut. Wer etwas Neues ausprobieren möchte: Kleine Wassermelonenstücke schmecken auch im Salat sehr gut. 


Platano Macho - die Kochbanane

Die Kochbanane oder auch "Platano Macho" wird auch Gemüsebanane genannt und wird in Afrika und Südamerika angebaut. Auch in Mexiko gehört sie zur wichtigsten Grundnahrung. Die Früchte sind länger und fester als die normale Banane, ca. 30 bis 40 cm lang und nur gebraten oder gekocht genießbar. Am meisten Stärke enthalten die grünen Kochbananen, sie eignen sich gut zum Eindicken von Suppen. Je reifer die Banane wird, desto mehr Stärke wird in Zucker umgewandelt. Eine grüngelbe ist ideal zum frittieren, eine dunkelgelbe ist perfekt zum Backen, Grillen, Kochen. Frittieren oder Pürieren und eine schwarze ist perfekt für Desserts. Sie werden in Mexiko oft in Scheiben frittiert und als Nachtisch mit Kondensmilch oder Honig gegessen.

 

 


Mamey oder Zapote

Die Mamey, auch Zapote oder Mameyapfel genannt, ist eine exotische Beerenfrucht, die ursprünglich aus dem tropischen Amerika und Indien stammt. Die Früchte wachsen an 18-25 m hohen Bäumen und werden zwischen 7 und 15 cm groß. Unter der leicht hölzernen, braunen Schale findet man das hell- bis leuchtend gelbe Fruchtfleisch, das butterartig und saftig ist. Im Inneren der Frucht befinden sich 1 bis 4 große Samen, die für den Verzehr nicht geeignet sind. Der Geschmack des Mameyapfels ist süß-säuerlich und erinnert leicht an Aprikosen. Zum Frischverzehr schneidet man die Frucht auf, löst das Fruchtfleisch aus der Schale, entfernt die weißen Fasern (da diese bitter schmecken) und genießt die exotische Frucht. Man kann die Mamey auch zu Obstsalat verarbeiten oder Kompott und Marmelade daraus herstellen. Leider ist die Zapote in deutschen Supermärkten kaum zu finden. 


Mangos

Eine Mango besteht bis zu 80% aus Wasser und gehört aufgrund der ganzen enthaltenen Vitamine zum Superfood. Sie sind reich an Vitamin C, E, B-sowie Folsäure. Mit drei Gramm Beta-Carotin auf 100g Fruchtfleisch gehören die Früchte zu den Carotin reichsten Obstsorten. Außerdem sind in Mangos wichtige Mineralstoffe, wie beispielsweise Kalium, Magnesium und Kalzium. Die Vitamine in der Mango schützen das Immunsystem und bewahren die Zellen vor den negativen Auswirkungen von Stress. Das enthaltene Vitamin C wirkt gleichzeitig entzündungshemmend und hilft der körpereigenen Abwehr, eine beginnende Erkältung zu stoppen. Das subtropische Steinobst wächst vor allem in Asien, Afrika und Südamerika, wo es als "Königin der Früchte" gilt. Auch in Mexiko gibt es in den Sommermonaten verschiedene Mangos zu finden. Vor allem die größere grün-rötliche "Petacon" wird oft für Fruchtsäfte genutzt. Die kleinere "Ataulfo" ist sehr süß und als gesunde Nascherei in jedem Supermarkt oder bei den Händlern zu finden.

 


grüne Tomaten

Tomaten gibt es nicht nur in rot, sondern auch in gelb, schwarz-violett und grün. Grüne erobern derzeit die Supermärkte zu Hause und auch in Mexiko sind sie oft zu finden. Unreife Tomaten enthalten tatsächlich das Gift Solanin. Das ist typisch in den grünen Teilen von Nachtschattengewächsen. Die grünen Tomaten in Mexiko im Supermarkt sind reif, obwohl sie grün sind. Hier handelt es sich um eine grüne Sorte, ihre Reife erkennt man am Schimmer und daran, dass sie nicht mehr steinhart sind. Sie werden im Mixer püriert und als grüne Soße der "salsa verde" zu Tacos, Tortillas und Enchiladas gegessen. Auch als grüne Marmelade werden sie verarbeitet und es schmeckt ein bisschen wie eine süße Frucht und absolut nicht nach Tomate. Unbedingt probieren!