Guaven – Exotische Früchte mit vielfältigem Aroma 

Guaven stammen ursprünglich aus Zentralamerika, können heute jedoch in allen Ländern mit tropischem Klima angebaut werden – beispielsweise in Kolumbien, Indien, Mexiko oder Spanien. Ihr Geschmack erinnert an eine feine Mischung aus Birne, Quitte und Feige, abgerundet mit einem Hauch Erdbeere. 

 

Die Frucht – auf Spanisch Guayaba genannt – kann außen entweder glatt oder rau, grün oder gelb sein. Unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild sollte das Fruchtfleisch stets zart, saftig und aromatisch sein. Der Guavenbaum kann bis zu 10 Meter hoch wachsen und zeichnet sich durch seine weit verzweigten Äste aus. Während des Reifeprozesses verströmt die Frucht einen angenehm süßlichen Duft, der ihre Reife und Frische ankündigt.


Pitaya, die Drachenfrucht – ein Genuss an der Riviera Maya 

Wenn Saison ist, sieht man sie überall an der Riviera Maya: in Supermärkten, auf Wochenmärkten oder bei Straßenhändlern – die Drachenfrucht, auch bekannt als Pitaya oder Pitahaya. In Deutschland ist sie aufgrund ihrer Herkunft aus Ländern wie Sri Lanka, Thailand, Vietnam oder Mittelamerika meist teuer und selten. Doch in Mexiko, besonders im Süden, wächst sie direkt vor Ort – und das schmeckt man!

 

Der Name "Drachenfrucht" kommt nicht von ungefähr: Ihre leuchtend pinke Schale ist mit schuppenartigen Auswüchsen versehen, die an die Flügel eines Drachen erinnern. Im Inneren verbirgt sich ein saftiges Fruchtfleisch, durchzogen von vielen kleinen, schwarzen Samen. Es gibt zwei Hauptvarianten: mit weißem oder rotem Fruchtfleisch – wobei die rotfleischige Pitaya geschmacklich intensiver ist. Eine reife Frucht erkennt man an ihrer kräftig gefärbten Schale, die bei leichtem Druck nachgibt. Die Schale lässt sich leicht abziehen, das Fruchtfleisch kann man dann würfeln – perfekt für einen frischen Obstsalat oder als gefrorene Zutat in Smoothies oder Eiscreme. Kleiner Tipp: Pitaya sollte man nicht erhitzen, da sie dabei viel von ihrem feinen Aroma verliert. Wenn ihr also in Mexiko unterwegs seid, lasst euch dieses farbenfrohe Früchtchen nicht entgehen – frisch vom Markt schmeckt sie einfach am besten!


Die Maracuja – eine Variante der Passionsfrucht 

Die Maracuja ist eine Variante der Passionsfrucht und wird auch als gelbe Maracuja oder gelbe Grenadilla bezeichnet. Im Unterschied zur violettschaligen Passionsfrucht besitzt sie eine gelbe Außenhülle.

 

Maracujas sind in der Regel etwas größer als ihre violetten Verwandten und zeichnen sich durch einen höheren Säuregehalt aus. Aufgrund dieses intensiveren, erfrischenden Geschmacks werden sie besonders gerne zur Herstellung von Fruchtsäften verwendet. Das Fruchtfleisch enthält zahlreiche essbare Kerne, die direkt aus der Schale ausgelöffelt oder auch mitgetrunken werden können. 


Der Granatapfel - Superfood aus Mexiko
Der Granatapfel auch als Granada bekannt – gilt heute als echtes Superfood und ist reich an wertvollen Nährstoffen. Doch nicht nur seine gesundheitsfördernden Eigenschaften machen ihn so beliebt: Sein einzigartiger Geschmack wird bereits seit Jahrhunderten geschätzt. Die Kombination aus säuerlich-süßer Frische und einer dezent herben Note macht den Granatapfel zu einem vielseitigen Genuss. Die knackigen Kerne schmecken pur ebenso köstlich wie als Zutat in verschiedensten Gerichten – ob süß oder herzhaft. Sie verfeinern Obstsalate, geben Dressings eine fruchtige Note und passen hervorragend zu Lamm- oder Wildgerichten. Als Topping sorgen sie für das gewisse Etwas und setzen nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch Akzente.

 

 


Rambutan / Rambootan
  • Herkunft & Verfügbarkeit: Oft auf mexikanischen Straßen oder im Supermarkt zu finden.

  • Verwendung: Beliebt in Obstsalaten, Eis, Cocktails und auch in herzhaften Gerichten mit Fisch, Fleisch oder Reis.

  • Geschmack: Nicht zu süß, leicht säuerlich – passt gut zu süßen wie herzhaften Speisen.

  • Aussehen:

    • Ähnelt einer Litschi im Geschmack und Aussehen.

    • Wird auch „haarige“ oder „falsche“ Litschi genannt.

    • Hat stachelige Haut, erinnert etwas an eine Klette.

    • Größe: Etwa wie eine Pflaume oder Kastanie

 


Zitronen, Limonen & Limetten – was ist was?

 

Zitronen, Limonen und Limetten gehören alle zur Familie der Zitruspflanzen und stammen ursprünglich aus Südostasien. Botanisch gesehen sind sie eine Sonderform von Beeren.

 

Zitrone / Limone (deutsche Bezeichnung)

 

  • Aussehen: Gelbe Schale

  • Geschmack: Sehr sauer

  • Vitamin-C-Gehalt: Sehr hoch

  • Saftgehalt: Geringer als bei der Limette

  • Reifezeit: Länger

In Deutschland werden die Begriffe Zitrone und Limone gleichbedeutend verwendet. 

 

Limette

 

  • Aussehen: Leuchtend grüne Schale

  • Geschmack: Aromatischer und etwas milder als die Zitrone

  • Saftgehalt: Etwa doppelt so hoch wie bei der Zitrone

  • Verwendung: Sehr beliebt in Getränken und Cocktails (z. B. Mojito, Caipirinha)

  • Reifezeit: Kürzer

Sprachliche Besonderheit in Mexiko - Hier entsteht häufig Verwirrung:

 

  • „Limón“ bedeutet in Mexiko Limette (grün)

  • Gelbe Zitronen heißen „Limón amarillo“ oder „Limón europeo“ und sind deutlich seltener

  • Das deutsche Wort „Limone“ gibt es im Spanischen nicht

 

 Wenn ihr in Mexiko „Limón“ bestellt, bekommt ihr immer eine Limette.

Tipp: Limonada wie in Mexiko - Rezeptidee

 

  • Saft von 6 Limetten (Limón) auspressen

  • Mit Mineralwasser oder stillem Wasser mischen

  • Braunen Zucker oder Rohrzucker nach Geschmack hinzufügen

  • Eiswürfel dazu – fertig!

 

Echtes Mexiko-Feeling und perfekte Erfrischung an heißen Tagen!

 

Merksatz für Reisende

 

Limón in Mexiko = Limette
Gelbe Zitrone = Limón amarillo

 


Sandia, die Wassermelone – ein erfrischendes Gemüse:

 

  • Name in Mexiko: Sandía

  • Wassergehalt: Über 90 %, daher ideal als Durstlöscher

  • Kalorienarm: Eignet sich gut für eine kalorienbewusste Ernährung

  • Vitamine: Enthält Vitamin C und Provitamin A

  • Lycopin: Sorgt für die rote Farbe des Fruchtfleischs

  • Botanisch gesehen: Gehört zur Familie der Kürbisgewächse – also Gemüse, kein Obst

  • Sorten: Viele Varianten, auch kernlose Züchtungen

  • Verwendung: Roh, im Obstsalat, Müsli oder als fruchtige Note im herzhaften Salat

 

 


Plátano macho – die Kochbanane 

 

Der Plátano macho ist die Kochbanane und unterscheidet sich deutlich von der bei uns bekannten Dessertbanane. In vielen Ländern – darunter Afrika, Südamerika und Mexiko – ist sie ein wichtiges Grundnahrungsmittel und fester Bestandteil der Küche.

 

Anbau & Bedeutung

 

  • Anbaugebiete: Afrika, Südamerika, Mexiko

  • Bedeutung: In Mexiko ein wichtiges Grundnahrungsmittel

Aussehen & Eigenschaften

 

  • Deutlich länger (ca. 30–40 cm) und fester als die normale Banane

  • Roh nicht genießbar

  • Wird ausschließlich gekocht, gebraten oder frittiert

Grün

 

  • Sehr hoher Stärkegehalt

  • Extrem fest

  • Ideal zum Eindicken von Suppen oder für herzhafte Gerichte

 

Grüngelb

 

  • Gute Mischung aus Stärke und beginnendem Zucker

  • Perfekt zum Frittieren (z. B. Tostones)

 

Dunkelgelb mit schwarzen Flecken

 

  • Weicher und süßer

  • Gut zum Backen, Grillen, Kochen oder Pürieren

 

Schwarz

 

  • Sehr süß

  • Ideal für Desserts

Typische Verwendung in Mexiko 

 

  • In Scheiben geschnitten und frittiert

  • Als süßer Nachtisch mit Kondensmilch oder Honig

  • Als Beilage zu herzhaften Gerichten

 


Mamey oder Zapote 

 

Die Mamey, in Mexiko meist Zapote (Mamey zapote) genannt, ist eine exotische Frucht aus den tropischen Regionen Mittelamerikas, insbesondere aus Mexiko. Sie wächst an imposanten Bäumen, die 18 bis 25 Meter hoch werden können.

 

Die Früchte sind oval, etwa 7–15 cm groß, und besitzen eine raue, leicht hölzerne, braune Schale.

 

Fruchtfleisch & Geschmack

 

Unter der Schale befindet sich ein leuchtend orange- bis lachsfarbenes Fruchtfleisch, das:

 

  • butterweich

  • saftig

  • sehr aromatisch

 

ist. Im Inneren liegen ein bis vier große, glänzende Samen, die nicht essbar sind. Der Geschmack ist süßlich, leicht cremig und erinnert an eine Mischung aus Aprikose, Süßkartoffel und Vanille.

 

Verwendung & Zubereitung

 

  • Frucht längs aufschneiden

  • Kerne entfernen

  • Bittere weiße Fasern abtrennen

  • Fruchtfleisch pur genießen oder weiterverarbeiten

 

Typische Verwendungen:

 

  • Smoothies & Milchshakes

  • Obstsalate

  • Eis & Desserts

  • Marmeladen und Kompott

 

In Mexiko ist besonders der Mamey-Milchshake (licuado de mamey) sehr beliebt.

 

Verfügbarkeit

 

  • In Mexiko weit verbreitet

  • In Deutschland nur selten erhältlich

  • Gelegentlich in gut sortierten Lateinamerika- oder Asia-Läden oder über Online-Shops

 


Die Mango – Die „Königin der Früchte“ 

Die Mango besteht zu etwa 80 % aus Wasser und zählt dank ihrer zahlreichen Vitamine und Nährstoffe zu den sogenannten Superfoods. Sie ist besonders reich an Vitamin C, E und verschiedenen B-Vitaminen sowie an Folsäure. Mit rund drei Gramm Beta-Carotin pro 100 g Fruchtfleisch gehört die Mango zudem zu den carotinreichsten Obstsorten überhaupt. Diese sekundären Pflanzenstoffe unterstützen die Sehkraft und fördern eine gesunde Haut.

 

Darüber hinaus liefert die Mango wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Kalzium. Die enthaltenen Vitamine stärken das Immunsystem und helfen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Besonders Vitamin C wirkt entzündungshemmend und unterstützt die körpereigene Abwehr bei der Abwehr von Erkältungen.

 

Das süße, subtropische Steinobst wächst vor allem in Asien, Afrika und Südamerika – dort wird es häufig als „Königin der Früchte“ bezeichnet. Auch in Mexiko sind in den Sommermonaten verschiedene Mangosorten erhältlich. Besonders beliebt ist die große, grün-rötliche Sorte Petacón, die häufig zur Saftproduktion verwendet wird. Die kleinere Ataulfo-Mango hingegen überzeugt mit ihrem sehr süßen Geschmack und eignet sich ideal als gesunde Nascherei. Sie ist in nahezu jedem Supermarkt und bei lokalen Händlern zu finden.


grüne Tomaten – Mehr als nur rot 

Tomaten gibt es nicht nur in klassischem Rot, sondern auch in vielen anderen Farben wie Gelb, Schwarz-Violett und Grün. Besonders die grünen Tomaten sind derzeit immer öfter in Supermärkten zu finden – sowohl hierzulande als auch in Mexiko, wo sie ein fester Bestandteil der Küche sind.

 

Wichtig zu wissen: Unreife grüne Tomaten enthalten das natürliche Gift Solanin, das vor allem in den grünen Teilen von Nachtschattengewächsen vorkommt. Die grünen Tomaten, die man in mexikanischen Supermärkten findet, sind jedoch keine unreifen Früchte, sondern eine eigene grüne Sorte. Ihre Reife erkennt man am glänzenden Schimmer und daran, dass sie nicht mehr steinhart sind.

 

In Mexiko werden diese grünen Tomaten häufig zu „Salsa Verde“ verarbeitet – einer grünen Soße, die oft zu Tacos, Tortillas und Enchiladas serviert wird. Sie können aber auch zu einer süßlichen Marmelade gekocht werden, die ganz anders schmeckt als die bekannte rote Tomatenmarmelade – eher wie eine süße Frucht und keinesfalls tomatig. Wer Lust auf etwas Neues hat, sollte die grünen Tomaten unbedingt probieren! 


Guanábana – Stachelannone 

 

(wissenschaftlicher Name: Annona muricata)

 

Die Guanábana, auch Stachelannone genannt, ist eine tropische Frucht, die in Mexiko und vielen Teilen Lateinamerikas weit verbreitet ist.

 

Aussehen

 

  • Oval bis herzförmig

  • Große, grüne Frucht

    • ca. 20–40 cm lang

    • kann mehrere Kilogramm wiegen

  • Weiche, stachelartige Auswüchse auf der Schale

Fruchtfleisch & Geschmack

 

  • Weißes, sehr weiches Fruchtfleisch

  • Schwarze Kerne im Inneren (nicht essbar)

  • Geschmack: süß-säuerlich, sehr aromatisch (erinnert an eine Mischung aus Erdbeere, Ananas und Banane)

 

Verwendung:

 

  • Roh verzehrt

  • Für Säfte, Smoothies, Eiscreme, Sorbets und Desserts

Gesundheit & Wissenswertes

 

  • Reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Antioxidantien

  • In der Naturheilkunde beliebt

  • Wichtig: Es kursieren viele Aussagen über eine mögliche krebshemmende Wirkung – diese sind wissenschaftlich nicht eindeutig belegt

Achtung:

 

  • Die Samen sind giftig und nicht essbar

  • Immer vollständig entfernen, besonders bei der Weiterverarbeitung