Mexikanische Küche
Die mexikanische Küche ist Weltkulturerbe
Tacos, Tortillas, Ceviche, Arrachera, Enchiladas, Salbutes, Antojitos, Frijoles, Epazote, Pozole – die traditionelle mexikanische Küche ist extrem vielseitig, einzigartig und weltweit beliebt.
Doch vieles, was außerhalb Mexikos als „mexikanisch“ bezeichnet wird, hat mit der echten traditionellen Küche nur wenig zu tun – etwa Burritos, Nachos oder Chili
con Carne.
Im Jahr 2010 wurde die mexikanische Küche offiziell von der UNESCO in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen – eine besondere Auszeichnung für ihre kulturelle Bedeutung, ihre Geschichte und ihre lebendigen Traditionen.
Die Vielfalt ist beeindruckend: Theoretisch könnte man drei Jahre lang jeden Tag etwas anderes essen, ohne dass sich ein Gericht wiederholt.
Die spanische Küche traf auf die indigene Kochkunst – daraus entstand ein einzigartiger kulinarischer Mix. Fisch, Fleisch, Früchte, Gemüse, viel Mais, häufig Bohnen und Avocado – die Auswahl ist nahezu grenzenlos.
Allein beim Mais gibt es in Mexiko 64 verschiedene Sorten und sieben unterschiedliche Farben. Diese enorme Vielfalt macht die mexikanische Küche zu einer der abwechslungsreichsten und traditionsreichsten der Welt.
Die Dinosaurier wurden in Mexiko ausgelöscht
Der Chicxulub-Meteorit – Das Ereignis, das die Welt veränderte
Vor etwa 66 Millionen Jahren – am Ende der Kreidezeit – schlug ein rund 10 bis 15 Kilometer großer Asteroid mit enormer Geschwindigkeit (ca. 20 km pro Sekunde) im heutigen Nordwesten der Halbinsel Yucatán ein.
Die Explosion setzte eine Energie frei, die mehreren Milliarden Atombomben entsprach. Innerhalb von Sekunden entstand der sogenannte Chicxulub-Krater mit einem
Durchmesser von etwa 180 Kilometern. Der ursprüngliche Krater war mehrere Kilometer tief; heute ist er durch Sedimente überdeckt und nur noch geophysikalisch messbar. Teile seiner Ringstruktur
liegen unter dem Golf von Mexiko, andere unter Land nahe dem Ort Chicxulub Pueblo, nach dem der Krater benannt wurde.
Gewaltige Schockwellen und Erdbeben erschütterten die Erde.
Riesige Tsunamis trafen die Küsten des damaligen Urmeeres.
Unmengen an Staub, Gestein und Schwefel wurden in die Atmosphäre geschleudert.
Weltweite Feuerstürme könnten durch glühende Auswurfmaterialien ausgelöst worden sein.
Der Staub in der Atmosphäre verdunkelte die Sonne über Monate oder sogar Jahre. Dadurch kühlte die Erde drastisch ab, Pflanzen starben ab, die Nahrungsketten
brachen zusammen – etwa 75 % aller Tier- und Pflanzenarten verschwanden, darunter die nicht flugfähigen Dinosaurier.
Lange war nur die weltweite Iridium-Schicht (ein seltenes, in Meteoriten häufiges Element) bekannt, die auf ein Impakt-Ereignis hinwies.
Erst 1981 stießen Geologen des staatlichen Ölkonzerns PEMEX bei Bohrungen auf ungewöhnliche Gesteinsformationen. Spätere Untersuchungen bestätigten: Es handelte sich um einen gigantischen Einschlagkrater – einer der am besten erhaltenen und wissenschaftlich bedeutendsten der Welt. Der Einschlag von Chicxulub markiert den Übergang von der Kreidezeit zum Paläogen und ebnete letztlich den Weg für die Entwicklung der Säugetiere – und damit Millionen Jahre später auch für uns Menschen.
Mexiko hat die meisten Taxis der Welt
Mexiko hat eine der größten Taxiflotten der Welt
Rund 130.000 Taxis sind allein in Mexiko-Stadt registriert und täglich auf den Straßen unterwegs – damit gehört die Metropole zu den Städten mit den meisten Taxis weltweit. Taxifahren ist in Mexiko im Vergleich zu Deutschland deutlich günstiger, weshalb es für viele Menschen ein alltägliches Verkehrsmittel ist. Neben klassischen Straßentaxis gewinnen auch Fahrdienstanbieter wie Uber seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung und verändern das Stadtbild.
Besonders bekannt waren lange Zeit die legendären „Vochos“ – die VW Käfer als offizielle Taxis. Im Jahr 2006 machten sie mit rund 50.000 Fahrzeugen fast die Hälfte aller Taxis in Mexiko-Stadt aus. 2013 wurden die Käfer jedoch als offizielle Taxis aus dem Verkehr gezogen, unter anderem aus Sicherheits- und Umweltgründen. Heute sind von den rund 130.000 Taxis nur noch etwa 3.500 VW Käfer im Einsatz.
In Mexiko gibt es 69 verschiedene Sprachen
Mexiko – ein Land mit 69 anerkannten Sprachen
In Mexiko gibt es neben der Amtssprache Spanisch (Castellano) insgesamt 68 anerkannte indigene Sprachen. Zusammen mit dem Spanischen kommt das Land damit auf 69 Nationalsprachen und gehört zu den sprachlich vielfältigsten Ländern der Welt.
Diese 68 indigenen Sprachen umfassen mehr als 300 verschiedene Dialektvarianten. Zu den bekanntesten gehören Náhuatl, Maya, Mixteco und Otomí. Viele dieser Sprachen haben eine jahrtausendealte Geschichte und sind tief in den jeweiligen Kulturen und Traditionen verwurzelt. Seit 2003 sind alle indigenen Sprachen in Mexiko rechtlich als Nationalsprachen anerkannt und dem Spanischen offiziell gleichgestellt. Englisch verbreitet sich zunehmend, wird jedoch hauptsächlich in größeren Städten sowie in touristischen Regionen gesprochen.
Mexiko hat die größte Pyramide der Welt
Mexiko hat die größte Pyramide der Welt
Die größte Pyramide der Welt steht nicht – wie oft vermutet – in Ägypten, sondern im mexikanischen Bundesstaat Puebla. Es handelt sich um die Große Pyramide von Cholula (Tlachihualtepetl).
Mit einer Höhe von rund 66 Metern, einer Basislänge von etwa 400 Metern pro Seite und einem Gesamtvolumen von ungefähr 4,5 Millionen Kubikmetern gilt sie als die volumenmäßig größte Pyramide der Welt.
Zum Vergleich: Die Cheops-Pyramide in Gizeh ist mit ursprünglich etwa 146 Metern zwar deutlich höher, besitzt jedoch ein geringeres Gesamtvolumen.
Das Faszinierende: Trotz ihrer enormen Größe ist die Pyramide von Cholula kaum als solche zu erkennen. Über die Jahrhunderte wurde sie von Erde und Vegetation überwuchert und wirkt heute wie ein natürlicher Hügel.
Auf ihrer Spitze errichteten die spanischen Kolonisatoren im 16. Jahrhundert die Kirche Nuestra Señora de los Remedios. Diese Kirche ist heute der sichtbare Blickfang – während sich darunter eines der beeindruckendsten Bauwerke der vorspanischen Welt verbirgt.
Mexiko konsumiert am meisten Coka Cola
Mexiko – Weltmeister im Coca-Cola-Konsum
In kaum einem anderen Land der Welt wird so viel Coca-Cola getrunken wie in Mexiko – selbst mehr als in den USA. Der durchschnittliche Konsum liegt bei rund 160 Litern pro Kopf und Jahr.
Dieser hohe Zuckerkonsum wirkt sich auch auf die Gesundheit aus: Übergewicht und Diabetes sind in Mexiko weit verbreitet. Diabetes zählt seit Jahren zu den häufigsten Todesursachen im Land. Allerdings ist nicht allein Coca-Cola dafür verantwortlich. Auch der steigende Konsum von Fast Food, stark verarbeiteten Lebensmitteln und ein zunehmend bewegungsarmer Lebensstil spielen eine große Rolle.
Um gegenzusteuern, führte die mexikanische Regierung 2014 eine Sondersteuer auf zuckerhaltige Getränke sowie auf besonders kalorienreiche Lebensmittel ein. Zudem müssen Produkte deutlich sichtbare Warnhinweise tragen, wenn sie viel Zucker, Fett oder Salz enthalten.
Ein sprachlicher Hinweis für Besucher:
Bestellt man im Restaurant eine Cola, sollte man besser „una Coca, por favor“ sagen. Das Wort „cola“ bedeutet im Spanischen nämlich auch „Schwanz“ oder „Schlange“
(z. B. Warteschlange). Wer nur „una cola“ bestellt, sorgt daher manchmal für irritierte oder amüsierte Blicke.
Übrigens sind in Mexiko große Flaschen ganz normal – 3-Liter-Flaschen gehören vielerorts zum Alltag, und zeitweise wurden sogar 5-Liter-Flaschen angeboten.
Mexiko City wurde auf einem See erbaut
Mexiko-Stadt wurde auf einem See erbaut
Mexiko-Stadt steht tatsächlich auf dem ehemaligen Texcoco-See. Die Hauptstadt sinkt heute stellenweise um bis zu 10–12 Zentimeter pro Jahr ab – deutlich schneller
als viele andere Städte weltweit. Wichtig: Unter Mexiko-Stadt befinden sich keine Cenoten (wie auf Yucatán), sondern weiche, wasserreiche Seesedimente des ehemaligen Seensystems im Tal von
Mexiko. Genau diese weichen Böden sind der Hauptgrund dafür, dass die Stadt absinkt. Hinzu kommt die jahrzehntelange Entnahme von Grundwasser: Wenn Wasser aus dem Untergrund abgepumpt wird,
verdichtet sich der Boden – und die Stadt senkt sich.
Die Azteken gründeten im Jahr 1325 ihre Hauptstadt Tenochtitlán auf Inseln im Texcoco-See. Mit Dämmen, Kanälen und schwimmenden Gärten (Chinampas) schufen sie eine beeindruckende Metropole. Nach der Eroberung durch die Spanier im 16. Jahrhundert wurde Tenochtitlán zerstört und überbaut – daraus entstand das heutige Mexiko-Stadt. Im Laufe der Zeit wurden die Seen trockengelegt, um Überschwemmungen zu vermeiden und Platz für die wachsende Stadt zu schaffen.
Heute sind die Überreste des Sees kaum noch zu erkennen. Doch wer genau hinsieht, entdeckt schiefe Gebäude, abgesackte Straßen und gewellte Plätze. Besonders historische Bauwerke sind betroffen – etwa die Kathedrale am Zócalo, die aufwendig stabilisiert werden musste. Zum Vergleich: Venedig sinkt etwa 2 Millimeter pro Jahr – Mexiko-Stadt dagegen teilweise bis zu 12 Zentimeter. Die Metropole ist damit eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, wie Geologie, Geschichte und moderne Stadtentwicklung aufeinandertreffen.
In Mexiko wurde das Farbfernsehen erfunden
In Mexiko wurde das Farbfernsehen mitentwickelt
Der mexikanische Ingenieur Guillermo González Camarena, geboren in Guadalajara, gilt als einer der Pioniere des Farbfernsehens.
Im Jahr 1940, im Alter von nur 23 Jahren, meldete er ein Patent für sein „chromoskopisches adaptives System“ zur Farbbildübertragung an – eines der ersten funktionierenden Systeme zur Übertragung von Farbfernsehbildern weltweit.
Schon früh zeigte sich sein außergewöhnliches Talent: Bereits als Kind experimentierte er mit Elektrizität und baute eigenes Spielzeug um. Mit 8 Jahren entwickelte er einen ersten kleinen Funksender, und mit 12 Jahren besaß er bereits eine Amateurfunkanlage.
Später führte er in Mexiko die ersten öffentlichen Farbfernsehübertragungen durch und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur technischen Entwicklung des Fernsehens. Auch wenn Farbfernsehen parallel in anderen Ländern weiterentwickelt wurde, bleibt González Camarena eine bedeutende Persönlichkeit der mexikanischen Technikgeschichte.
Mexiko - meistbesuchtes Reiseziel Lateinamerikas
Mexiko ist laut Studien der Weltorganisation für Tourismus das Land Lateinamerikas mit den meisten internationalen Touristen. Weltweit belegt Mexiko den 10. Platz. Dies ist auf die Vielfalt, die Mexiko zu bieten hat, zurückzuführen. Kultur, Natur, Inseln, Lagunen und vieles mehr. 32 Orte sind in Mexikovon der UNESCO als Weltkultur- oder Naturerbe anerkannt worden.
Mexiko City - Stadt mit den zweitmeisten Museen
Mexiko City ist die Stadt weltweit mit den zweitmeisten Museen - mit insgesamt 170 verschiedenen. Nur London übertrifft die Stadt dabei mit cira. 200 Museen. Mexiko City hat mittlerweile 23 Millionen Einwohner, Schötzungen sagen, es geht bereits an die 30 Millionen heran. Damit ist die Stadt eine der größten Hauptstädte der Welt, wenn nicht sogar schon die größte.
Mexikos Flagge
Mexikos Nationalflagge hat das Land den Azteken zu verdanken. Die Legende sagt, sie sollten dort eine Stadt gründen, wo sie einen Adler finden würden, der auf einem Katkus sitzt und eine Schlange frisst. Der Kaktus sollte auf einem Felsen wachsen, der sich ind er Mitte eines Sees befand. Dies an sich ist schon nahezu unmöglich - ABER, die Azteken fanden diesen Ort namens Tenochtitlan, das heutige Mexiko Stadt.Den See gibt es nicht mehr, aber die Stadt ist auf dem See errichtet worden.
Geografie, Lage & Bevölkerung
Mexiko gehört nicht wie viele denken, zu Latein- oder Mittelamerika sondern zu Nordamerika und heißt offiziell Vereinigte Mexikanische Staaten. Im Norden grenzt es
an die Vereinigten Staaten von Amerika, im Süden und Westen an den Pazifik, im Südosten an Guatemala und Belize und an das Karibische Meer, im Osten an den Golf von Mexiko.
Die Gesamtfläche des Landes beträgt fast zwei Millionen Quadratkilometerund damit ist das Land der fünftgrößte Staat auf dem amerikanischen Kontinent. Weltweit liegt es an vierzehnter
Stelle.
Die Bevölkerungszahl liegt bei circa 129 Millionen Menschen und somit liegt Mexiko auf Platz zehn der einwohnerreichsten spanischsprachigen Staaten. Mexiko ist über 3000 km lang und hat eine
Breite von 200 km bis 2000 km. Mexiko ist circa 5,5 mal so groß wie Deutschland. Mexiko hat vier Zeitzonen, 3 Ozeane (Pazifik, Golf von Mexiko, Karibisches Meer), verschiedene Klimazonen von
Wüstenklima bis subtropisch, tropisch und auch Winterregenklima. Die höchsten Berge in Mexiko (Sierra Nevada) sind 5636 m hoch, der höchste Vulkan Popocatepetl in Mexiko City 5462 m
