Die Riviera Maya - mexikanische Karibik

Riviera Maya wird der atemberaubend schöne Küstenabschnitt in der Karibik von Cancun im Norden bis Tulum im Süden genannt. Weiße Sandstrände mit Palmen, türkisblaues Meer, Maya-Tempel, Cenoten, sowie etliche Naturparks und eine Fülle an Flora und Fauna. Weiter südlich liegt Sian Kaan, das Biosphärenreservat auf der Yucatan Halbinsel und noch weiter südlich liegt die Lagune von Bacalar, der Hafen von Costa Maya und die Hauptstadt des Bundesstaates Quintana Roo - Chetumal. Diese Region wird auch Costa Maya genannt und beherbergt den noch recht neuen Kreuzfahrthafen mit dem gleichnamigen Namen Costa Maya, gleich beim Küstenstädtchen Mahahual. 

Nachdem in den frühen 70er Jahren die Touristenhochburg Cancun mit dem dazugehörigen Flughafen entstand, wurde anschließend der Küstenabschnitt weiter südlich besiedelt. Playa del Carmen, einst ganz kleines Fischerdorf, zählt heute zu den wichtigsten Touristenorten der mexikanischen Riviera. Viele große Hotelketten reihen sich in Richtung Tulum an der Küste aneinander, meist für Pauschaltouristen der gehobenen Klasse. In Playa del Carmen selber gibt es viele große aber auch kleine Hotels, Hostels und Apartments. Tulum im Süden ist Ziel vieler Backpacker und Camper, aber auch das sogenannte "glamping" (glamorous camping - Camping mit etwas mehr Luxus wie z.B. Toilette, Dusche, Bar etc.) sowie viele sehr teure Luxus-Boutique-Hotels sind hier zu finden.

 

Diese Region ist eine der meist besuchten und touristisch sehr interessanten Regionen Mexikos. Lange Traumstrände mit türkis klarem Wasser wechseln sich mit kleinen Buchten und Lagunen ab. Der Küste vorgelagert liegt das zweitgrößte Riff der Welt, das meso amerikanische Riff. Taucher aus aller Welt kommen hierher und tauchen am Riff oder auch in den unergründlichen Tiefen der Cenoten. Die flache Landschaft der Riviera Maya ist bedeckt mit Dschungel und üppiger Vegetation. Mangroven, Palmen, Blumen und hohe Bäume bieten Schutz für Tiere jeglicher Art. Die mexikanische Karibik ist ideal für Badeurlaub aber für eben nur diesen viel zu schade. Die Maya-Tempel, das kilometerlange und unterirdische Höhlensystem (Cenoten), etliche Freizeitparks, Naturreservate, das tropisch-warme Klima mit fast ganzjährigem Sonnenschein und einer durchschnittlichen Temperatur von 25 Grad sind bei allen Urlaubern sehr beliebt.


Puerto Morelos:

Noch recht kleines Fischerdorf, ca. 20 km südlich von Cancun gelegen, auf dem Weg in Richtung Playa del Carmen. Hier scheint die Zeit noch langsamer zu vergehen, Puerto Morelos entwickelt sich nur langsam aufgrund steigender Touristenzahlen. Ein Teil des Dorfes liegt direkt am Highway, hier leben viele Einheimische. Der andere Teil liegt direkt am Strand (Antiguo Puerto Morelos) - hier findet man viele Restaurants, Bars und Unterkünfte. 

 


Playa del Carmen:

70 km südlich von Cancun entfernt liegt das ehemalig noch total verschlafene Fischerdorf Playa del Carmen. Heutzutage reihen sich Restaurants, Bars, Diskotheken und unzählige Souvenir- und Einkaufsmöglichkeiten aneinander. Entlang der Strände findet man auch heute noch etliche Beach Clubs mit life Musik am Abend. Die Fähre  auf die Insel Cozumel liegt fußläufig vom Zentrum entfernt. Playa del Carmen bietet seinen Gästen aufgrund des Klimas und der Lage am karibischen Meer unzählige Möglichkeiten, den Urlaub zu genießen. Die Region von Playa del Carmen wurde von den Maya "Xaman-Ha" genannt, heiliger Platz am Wasser. Die Stadt hat sich bis heute zur Stadt mit dem höchsten Bevölkerungswachstum in Mexiko entwickelt. Das ganzjährige karibische Klima und die karibischen Strände locken Touristen aus aller Welt an - Wassersportler, Taucher, Hochzeitsgesellschaften, Spring Breaker und Urlauber. Man kann wunderbar zu Fuß unterwegs sein und die kleinen Straßen und die Haupteinkaufsmeile 5. Avenida erkunden. Playa ist die Stadt, die niemals schläft. Es wird intensiv gefeiert, Urlaubsstimmung pur. Strandbars mit Salsa und Reggae-Musik, angesagte Clubs mit Shows und Diskotheken. 


Akumal:

In Maya-Sprache "Platz der Schildkröten", gilt noch als kleiner Geheimtipp. Ca. 30 Minuten südlich von Playa del Carmen gelegen mit einem traumhaften Sandstrand und noch recht wenig überlaufen, wenn man einmal von der Bucht der Schildkröten selber absieht. Zwischen Mai und September nisten hier die Meeresschildkröten und ernähren sich vom Seegras auf dem Grund. Schnorchler kommen hierher, um die oft riesigen Meeresbewohner im Wasser zu bewundern. Auch große Rochen sind hier oft zu finden. Jedoch ist die Bucht aufgrund der Menschenmassen, die sie oft besuchen, mittlerweile für Tour-Agenturen gesperrt worden. Privat kann man hier noch schnorcheln, allerdings ist ein Guide sowie eine Schwimmweste obligatorisch. Denn viele Schildkröten sind von den tausenden Touristen oftmals mit Selfie sticks gejagt, verfolgt und so sehr bedrängt worden, dass sie aufgrund der Stress-Symptome krank geworden sind. Auf der anderen Seite des Highway liegt das kleine verschlafene Dorf Akumal, getrennt von einer traumhaft bemalten Autobahnbrücke. Viele freie Künstler haben sich hier mit sehr kreativen, karibischen Graffitis verewigt. Im Dorf selber gibt es einen klitzekleinen Gemüsemarkt, eine Tortilleria, einen kleinen Supermarkt und sonst kaum etwas zu entdecken. Hier leben die Einheimischen von Akumal, während auf der Strandseite viele teure Villen der vor vielen Jahren ausgewanderten Amerikaner, Kanadier und Schweizer anzufinden sind. 


Tulum:

Maya-Stadt an der Karibikküste - sie hätten sich keinen majestätischeren Platz aussuchen können. Hoch über den Klippen thronen die archäologischen Tempel der Ureinwohner der Region und jeder Stein erzählt eine Geschichte. Tulum erfreut sich immer mehr touristischer Beliebtheit und ist neben Playa del Carmen und Cancun wichtiger Urlaubsort geworden. 130 km südlich von Cancun gelegen, bot Tulum vor einigen Jahren nur kleine, sehr einfache Cabañas (Bungalows) an. Inzwischen gibt es vom Camping bis zum Luxushotel alles - jedoch immer noch viel kleiner als in Playa del Carmen. Bilderbuchsandstrände, karibische Palmenstraßen, Souvenirs - alles erinnert stark an die Hippiezeit mit vielen bunten Tuniken, Traumfängern und Bars. Es herrscht eine entspannte und lockere Atmosphäre - mittlerweile haben aufgrund der unterschiedlichsten Fotomotive auch immer mehr "Influencer, Stars und Sternchen" die Region um Tulum entdeckt. 


Sian Kaan:

Fährt man von Tulum auf der Küstenstraße weiter südlich, kommt man an den Eingang des UNESCO Biosphärenreservats Sian Kaan - in Maya-Sprache "Geschenk des Himmels" oder "Wo der Himmel geboren wurde". Raus aus der Zivilisation und rein in die atemberaubend schöne Natur. Je weiter man südlich fährt, desto karibischer wird es. Wir empfehlen definitiv eine Tour hierhin zu machen, die Straße ist nicht befestigt und für private PKW oftmals ungeeignet. Im Fischerdorf Punta Allen angekommen, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt. Hier gibt es außer ein paar kleinen Restaurants und sehr ärmlichen Fischerhütten sowie Palmen, Strand und unendlicher Natur kaum etwas. 


Bacalar:

Ca. 3,5 Stunden südlich von Playa del Carmen liegt Bacalar - die Lagune der 7 Farben und der Kanal der Piraten. In Maya-Sprache "Bakhalal" (umgeben von Schilf). Bacalar liegt ca. 40 km nördlich der Hauptstadt Chetumal. Die Stadt wurde vom SECTUR (Sekretariat für Tourismus) als sogenanntes "Pueblo Magico" (magischer Ort) ausgezeichnet. 1543 war dies die erste Stadt der Region, die von spanischen Konquistadores erobert und eingenommen wurde. Die Lagune ist ca. 55 km lang und besteht aus Süßwasser. 


Mahahual:

Mahahual ist ein ganz kleiner Badeort mit weißem Sandstrand und vielen kleinen Geschäften. Die hübsch gelegene, autofreie Uferstraße bietet Restaurants, Bars, Hotels und Souvenirgeschäfte. Der Strand mit vielen Beach Clubs ist überall zugänglich. Der Ort ist nicht vom Massentourismus und Ressorts geprägt, viele Dorfbewohner leben vom Fischfang. Allerdings liegt ca. 2km nördlich eine Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe (Costa Maya) mit Massengastronomie, Duty Free Shops und Outlet Stores. Unterschiedlicher könnten die Gegensätze kaum sein. Wenn gerade kein Schiff anlegt, ist es in Mahahual herrlich leer. Ansonsten ist es mit der Ruhe in dem beschaulichen Dorf schnell vorbei, wenn die großen Pötte anlegen und die tausenden von Touristen durch den kleinen Ort strömen. 


Chetumal:

Einst ein Eldorado für Schmuggler ist Chetumal heute die wichtigste Grenzstadt zum Nachbarland Belize und Hauptstadt des Bundesstaates Quintana Roo. Die Stadt ist rustikaler als Playa del Carmen oder Cancun, sie wurde erst 1898 künstlich angelegt und kann nicht mit vielen historischen Gebäuden aufwarten. Wichtige Attraktionen sind das Maya-Museum, der Zoo und moderne Monumente. Die Hängematten aus Chetumal sind als Souvenir absolut berühmt!