Hitzschlag & Sonnenstich

Wir träumen von Sommer, Sonne, Strand und Meer. Endlich, der Urlaub ist da und mit ihm die schönste Zeit im Jahr. Wer will da nicht sonnengebräunt nach Hause kommen und alle Daheimgebliebenen mit karibisch brauner Haut so richtig neidisch machen?

Ihr liegt am Strand und lasst endlich mal so richtig die Seele baumeln. Herrlich, die warmen Strahlen der Sonne auf der Haut zu spüren. Aber Vorsicht, bitte übertreibt es nicht mit dem Sonnenbad! Wer sich zu lange in der Sonne aufhält, riskiert einen Sonnenstich. Aber was genau ist überhaupt ein Sonnenstich?

 

Sonnenstich:

Menschen, die zu viel Sonne auf den Kopf und Nackenbereich bekommen haben, können einen Sonnenstich erleiden. Durch die starke Hitze kommt es zu einer Irritation des Gehirns und der Hirnhaut. Diese löst Entzündungsreaktionen aus. Auch eine Hirnschwellung kann die Folge sein. Früher dachte man, UV-Strahlen wären schuld. Heute ist bekannt, dass die Temperatur das Problem ist.

 

Wie erkennt man einen Sonnenstich?

 

Sonnenstich-Patienten haben oft einen roten Kopf, sie klagen über Unruhe, Kopfschmerzen und manchmal auch Ohrgeräusche. Einige müssen sich übergeben. Bewusstseinsstörungen können auftreten. Typisch sind auch Schmerzen im Nacken bis hin zu einer Nackensteifigkeit. Auffällig ist: Die Körpertemperatur eines Sonnenstichpatienten ist in der Regel nicht erhöht.

 

Wie behandelt man einen Betroffenen?

 

Holt den Patienten sofort aus der Sonne und kühlt den Kopf mit feuchten, kühlen Tüchern oder einer kalten Dusche. Die Betroffenen fühlen sich oft besser, wenn ihr Oberkörper leicht erhöht liegt. Gebt dem Patienten etwas zu trinken, am besten Wasser oder Apfelschorle – aber nur, wenn er bei klarem Bewusstsein ist. Schon, um einen gefährlichen Hitzschlag auszuschließen, ist ärztlicher Rat erforderlich. Bei starkem Erbrechen oder apathischen Zuständen sollte man den Sonnenstichpatienten auf jeden Fall in ein Krankenhaus bringen oder sogar den Notarzt verständigen. Quälen den Patienten starke Kopfschmerzen, hilft ein Schmerzmittel aus der Apotheke – sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht. Auf jeden Fall ist Bettruhe angesagt, bis die Symptome nachlassen.

 

Wie kann man einen Sonnenstich verhindern?


Haltet Euch nicht zu lange in der Sonne auf oder schützt Euren Kopf mit einem Hut. Vor allem Babys sind gefährdet, ihre Schädeldecke ist viel dünner und teilweise noch nicht einmal ganz geschlossen. Zudem muss man immer genug trinken, vor allem in der Hitze. Als Faustregel gilt, an heißen Tagen braucht ein Erwachsener mindestens einen halben Liter Wasser zusätzlich.

 

 

 

 

Hitzschlag:

Was ist der Unterschied zum Sonnenstich?

Auch wenn man die beiden Begriffe "Sonnenstich" und "Hitzschlag" im Alltag oft durcheinanderwirft: Ein Hitzschlag ist wesentlich gefährlicher als ein Sonnenstich. Ausgelöst wird der Hitzschlag durch körperliche Überanstrengung in einer heißen Umgebung. Vor allem Sportler, die in der Wärme trainieren, können einen Hitzschlag erleiden.

Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich werden

Bei einem Hitzschlag kommt es im Gegensatz zum Sonnenstich zu einer Erhöhung der Körpertemperatur bis auf 40 Grad Celsius und mehr. Das ist lebensbedrohlich. Große Anstrengung in Kombination mit starker Hitze kann das Temperatur-Regulationssystem des Körpers außer Gefecht setzen, zum Beispiel versagt die Schweißproduktion. Es kommt zu einem Wärmestau.

Anzeichen für einen Hitzschlag sind oft Krämpfe, Halluzinationen und Bewusstseinstrübungen. Es kommt aber auch vor, dass der Betroffene "nur" völlig ermattet ist. Der Pulsschlag ist hoch, der Blutdruck tief, die Haut heiß und trocken. Vorsicht, oft wird dieser Zustand mit Erschöpfung oder Müdigkeit verwechselt und der Hitzschlag zu spät behandelt.

Bringt den Betroffenen sofort aus der Hitze und ruft den Notarzt. Kühlt seinen ganzen Körper mit feuchten Tüchern und kontrolliert Atmung und Bewusstsein.

 

Die Hitzeerschöpfung:

Es gibt ein Übergangsstadium zwischen Sonnenstich und Hitzschlag, genannt Hitzeerschöpfung. Sie entsteht durch den Verlust von Flüssigkeit und Salzen bei ungenügendem Trinken. Anzeichen sind Dehydrierung und ein Steigen der Körpertemperatur auf 37 bis 40 Grad Celsius. Zwar treten bei der Hitzeerschöpfung oft keine Bewusstseinsstörungen auf, aber durchaus bereits Schwindel, Atemnot und Frösteln. Behandelt wird die Hitzeerschöpfung wie ein Sonnenstich und Hitzschlag.